Nachbericht: Out4Fame Festival - 12.-13.06.2015

Eine ganze Subkultur versammelt sich:

Unsere Reise nach Hünxe bei Bottrop hat am frühen Samstag Morgen begonnen und endete in der Nacht zum Sonntag.
In der Zwischenzeit haben wir allerlei erlebt...

Vor Ort wurde zwischen der so genannten Green- und Redstage unterschieden.
Auf letzterer gaben sich reihenweise Größen der deutschen und internationalen HipHop-Szene die Fackel in die Hand.
Die Green Stage hingegen bot den Zuschauern nationale (u.a. Cr7z, GReeeN, Marvin Game, Rapsta) und internationale Talente, DJs und ein Freestyle Battle.

Während wir das Festivalgelände betraten, performte die Heilbronner Rapgruppe Mobb Fu unter leichtem Regen. Auch die Jungs der 187 Strassenbande schlenderten bereits über das Festivalgelände und stellten sich den ersten Fotowünschen.

Coole Sache!

Aber wie sah das Festivalgelände überhaupt aus?

Kurz und knapp, es erwartete Euch Hip-Hop an allen Ecken und Kanten.
Eine 60 Meter Graffiti Wand, Merchstände, ein Head Shop, Dixiklos, Gratis-Sticker und eine Menge verrückter Leute.
Dazwischen boten sich dem hungrigen Fan diverse Möglichkeiten zu speisen -  über Döner oder Pizza, bis hin zu Currywurst war so ziemlich für jeden Geschmack etwas dabei. So haben wir zum Abend hin den Essener Hamad45 am Döner Stand getroffen, womit das Kuriosum aufzeigt wäre, wie klein ein Festival doch manchmal sein kann.

Pünktlich zum Auftritt von Disarstar um 13:00 Uhr wandelte sich das Wetter, die Sonne fand langsam ihren Weg nach NRW und mit ihr die Festival-Besucher vom Vorabend.

Ob Freetracks, Einblicke in das kommende Debütalbum „Kontraste“ oder ein Rückblick auf die „Tausend in einem“ EP, Fans des Hamburgers kamen definitiv auf ihre Kosten. Jeder andere hatte die Möglichkeit Disarstar hier für sich zu entdecken.

Wir durften den Künstler bereits als Support-Rapper auf der Kontra K Tour bestaunen und geben erneut einen Daumen nach oben.

Das Schöne an einem Festival ist neben der Programmvielfalt, die Offenheit der Zuschauer gegenüber Neuem und so gab sich auch in Hünxe das Publikum euphorisch der Musik hin.

Besonders die 187 Strassenbande konnte den Gästen einheizen, Hits wie „Schnapp“, „Gefährlich“ oder „Marioana“ luden jeder Zeit zum Mitgrölen ein. Die Hamburger einmal live zu erleben, solltet Ihr Euch unbedingt ganz nach oben auf Eure To-Do-Liste setzen. Die Setlist war eine bunte Mischung aus dem Bonez MC und Gzuz Kollaboalbum „High & Hungrig“, ihrem dritten Sampler und Freetracks.
 

Nächstes Highlight war ganz klar das 1on1 Superbattle.

Mit dabei, dreimaliger Rap am Mittwoch Sieger, Drob Dynamic! Er scheiterte allerdings an dem späteren Sieger und neuem deutschen Meister im Freestyle Rap - Muro.

Von Freitag bis Samstag zog sich das Turnier über die Green Stage, ehe Samstag Abend der Meister auf der Red Stage ermittelt wurde.

Amüsante Randnotiz - als es um den dritten Platz auf der Green Stage ging, musste sich Teilnehmer Vyrus auf Grund eines Ausfalls seines eigentlichen Gegners mit einem ungewohnten Gegner messen...

... denn wie kompensiert man solch einen Ausfall am besten?

Natürlich, man holt jemanden aus dem Publikum auf die Bühne und drückt ihm ein Mikrofon in die Hand.

Zugegeben, gewonnen hat unser Freund zwar nicht, aber unterhaltsam war es trotzdem. Auch das ist Hip-Hop und auch das macht verdammt viel Spaß!

Impressionen zu dem Battleturnier und der Stimmung könnt Ihr übrigens auch unseren Interviews mit GReeeN und Drob Dynamic entnehmen.

 

Summer Cem präsentierte ebenfalls eine Mischung aus allen Releases.
Gerade „Neue Bugatti“, „Dein Ex“ oder „Es ist soweit“ wurden besonders gut angenommen.

Ein weiterer Höhepunkt - die Snaga und Pillath Reunion, wenn auch nur für einen Track. - Unfassbare Emotionen, die die zwei damit in der Crowd auslösten.

Auch hinter den Kulissen war das Festival im vollen Gange, Magazine, Rapper und Angestellte im munteren Plausch. So traf man viele bekannte Gesichter, darunter Fard, die Jungs der 257ers oder Sinan-G.
Die Mitarbeiter und Verantwortlichen zu jeder Zeit ansprech- und hilfsbereit - die Kommunikation also rundum super!

Auch die amerikanischen, respektive französischen Acts waren da keine Ausnahmen, allesamt motiviert, im Festival-Modus und bereit für den ein oder anderen beiläufigen Smalltalk mit den Anwesenden.

Das Out4Fame Festival wird sich, da sind wir uns absolut sicher, über die kommenden Jahre definitiv etablieren und ein zentraler Eckpfeiler für NRW werden.

Die einzigartige Stimmung, ein gesundes Maß hochkarätiger Acts und viel Liebe zum Detail haben das diesjährige Festival zu einem unvergesslichen Event und einem der Highlights der ersten Jahreshälfte gemacht!

Jedem Deutschrap oder Hip-Hop Fan, der in diesem Jahr nicht dabei sein konnte, sei hiermit wärmstens an Herz gelegt sich das Spektakel im nächsten Jahr einmal live und vor Ort anzuschauen.

Wir jedenfalls freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr!